Vorstellung

Schulprojekt "LSVD Schule"

Wer wir sind:

Junge Lesben und Schwule zwischen 18 und 30 Jahren. Unser Team besteht derzeit aus ca. 30 Teamer_innen, die ehrenamtlich in den Unterricht kommen. Unterstützt wird das Team von einem Diplompsychologen, der die Workshops inhaltlich konzeptioniert und von Irene Portugall, die das Team zusammenhält und die Workshops organisiert.

LSVD Schule Team

Was wir tun:

Unsere Teamerinnnen und Teamer erzählen vom eigenen Coming-Out und sprechen mit den Schülerinnen und Schülern. Daneben werden Spiele und unterschiedliche Methoden durchgeführt, um Begriffe wie „Gruppenzugehörigkeit“, „Diskriminierung“ und „Outing“ nachvollziehbar zu machen. Unsere Besuche werden individuell an die vorhandenen Rahmenbedingungen angepasst. In der Gruppe werden die Schüler_innen zu kritischen Fragen ermutigt und angeregt, ihre eigene Einstellung zu reflektieren. Alle Fragen der Schüler_innen zu Coming Out, lesbischen und schwulen Rollenmodellen oder dem Familienbild werden beantwortet.

Was steckt dahinter?

2013 hat das saarländische Bildungsministerium auf Initiative des LSVD Saar die Richtlinien für Sexualerziehung im Saarland reformiert. Insbesondere Homosexualität soll zukünftig im Unterricht stärker Beachtung finden. Deshalb haben wir gemeinsam mit homosexuellen Lehrerinnen und Lehrern, Pädagoginnen und Pädagogen und mit Diplompsychologen ein Schulaufklärungsprojekt entwickelt. Unterstützt wurden wir dabei u. a. von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), der Gesamtlandesschülervertretung (GLSV), der pro familia Saar , der AIDS Hilfe und von der saarländischen Landesregierung.

Was oft gefragt wird:

Wird Heterosexualität in den Workshops als minderwertig dargestellt oder abgewertet?

> Nein! Die Schülerinnen und Schüler werden dagegen angeregt, klassische Rollenbilder zu hinterfragen und Vorurteile gegenüber der Homosexualität kritisch zu reflektieren. Dabei geht es nicht darum, Meinungen der Schüler zu ändern - vielmehr sollen sie angehalten werden, Meinungen & Standpunkte aus anderen Blickwinkeln zu betrachten.

 

Finden Jugendliche eure Workhops überhaupt interessant?

> Ja! Jeder Workshop wird durch einen Fragebogen anonym evaluiert. Die Schüler geben uns dabei durchweg positive Noten. Auf Wunsch lassen wir Ihnen diese Daten nach einem Workshop gerne zukommen.

 

Werden die Jugendlichen in euren Workshops zu stark mit Sexualität konfrontiert?

> Nein! Sexualität spielt - wenn überhaupt - nur eine kleine Rolle im Rahmen der Workshops, viel mehr geht es um Liebe, Familie & die eigene Identität.

 

Können die Jugendlichen eure Workshops verlassen?

> Ja! Niemand wird zur Teilnahme gezwungen. Es ist jedoch noch nie vorgekommen, dass Schüler die Workshops freiwillig verlassen haben.

 

Drängt ihr den Jugendlichen bestimmte Themen auf?

> Nein! Behandelt wird nur, was die Schülerinnen und Schüler selbst interessant finden. Die Workshops sind modular aufgebaut und werden im Vorfeld mit den Lehrkräften an die Klassensituation angepasst.