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Demo zum Familiensonntag der katholischen Kirche


Liebe Freundinnen und Freunde,

am 16. Januar 2005 begeht die Katholische Kirche wieder ihren traditionellen Familiensonntag. Wir wollen auch in diesem Jahr vor Kathedralen und Kirchen protestieren, denn Gründe gibt es mehr als genug:

Treffpunkt: 8.00 h im checkpoint

Demo: 9.00 h - 10.30 h vor dem Trierer Dom

Mitfahrgelegenheiten vorhanden

 


Päpstlicher Widerstand gegen gleiche Rechte

In einem Dokument der vatikanischen Glaubenskongregation vom August 2003 hat die Katholische Kirche weltweit zum Kampf gegen die Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften aufgerufen.

Im Sommer 2004 folgte ein päpstliches "Schreiben an die Bischöfe der Katholischen Kirche über die Zusammenarbeit von Mann und Frau in der Kirche und in der Welt". Darin wurde dem Feminismus der Kampf angesagt und die rechtliche Gleichstellung homosexueller Lebenspartnerschaften erneut kritisiert.

Im September 2004 behauptete der Papst dann, solche Partnerschaften
verletzten "Gottes Plan für die Menschheit".

Mitte November 2004 rief der Berliner Kardinal Sterzinsky im polnischen
Szczecin (Stettin) bei einem Gottesdienst zum Gedenken an die Hinrichtung von elf Kritikern der Nationalsozialisten zum Widerstand gegen die "Aufwertung" gleichgeschlecht­licher Lebensgemeinschaften auf. Unter Bezugnahme auf den Widerstand gegen den Nationalsozialismus sagte Sterzinsky, auch heute könne Protest gegen staatliche Gesetze nötig sein, "die dem Gesetz Gottes wider­­sprechen". Dies sei der Fall, "wenn homosexuelle Lebensgemeinschaften der Ehe gleichgestellt werden".


Kündigungsandrohung

Die Deutsche Bischofskonferenz bewertet das Eingehen einer Eingetragenen Lebenspartnerschaft auch weiterhin als "schwerwiegenden Loyalitätsverstoß".
Kirchlich Beschäftigten, z.B. Krankenpflegern, Erzieherinnen oder
Verwaltungsangestellten, wird mit dienstrechtlichen Konsequenzen bis hin zur Kündigung gedroht. Das ist offene Diskriminierung durch die katholischen Bischöfe, gegen die sich unser Protest richtet.


Diskriminierung von Regenbogenfamilien

Der Katholische Familienbegriff schließt gleichgeschlechtliche Familien aus.
Daher wollen wir die Öffentlichkeit und Kirchenbesucher erneut darauf
hinweisen, dass auch Lesben und Schwule Familie leben. Sie sind liebevolle Töchter, Söhne, Schwestern, Brüder und oftmals selbst Eltern. Anstatt sich für die Kinder einzusetzen, macht die Katholische Kirche massiv Front gegen weitere kindschaftsrechtliche Verbesserungen beim Lebenspartnerschaftsgesetz und schürt Vorurteile. Auch dagegen wollen wir wieder am Familiensonntag protestieren. Familie ist, wo Kinder sind!

Wir laden Euch alle ein mitzumachen!

Über Euer zahlreiches Kommen am 16. Januar würden wir uns sehr freuen!

 

 

 Aktionen in sechs Städten:

Köln: Domplatte (am Römerbogen). 16.01.2004, 9.30 bis 11.30 Uhr.

Frankfurt/M.: Vor dem Eingang des Doms, 16.01.2004, 10.30 bis 11.30 Uhr.

Mainz: vor dem Dom, Marktplatz, 16.01.2004, ab 10.45 bis 11.45 Uhr.

Trier: Domfreihof, 16.01.2004, 9.00 Uhr bis 10.30 Uhr.

Stuttgart: vor der Domkirche St. Eberhard, Königstraße 7, 16.01.2004, 9.30 Uhr bis 11.30 Uhr.

Berlin: St.-Hedwigs-Kathedrale, vor dem Dom, Behrensstraße/St. Hedwigs-Kirchgasse 16.01.2004, 9.00 bis 11.00 Uhr.