Hepatitis C

Hepatitis C


Die Hepatitis C macht in Deutschland etwa 10 Prozent aller virusbedingten Leberentzündungen aus. Schätzungsweise 500.000 - 800.000 Menschen sind infiziert, bis zu 400.000 haben eine chronische Hepatitis C.

Wie kann ich mich mit Hepatitis C anstecken?

Hepatitis C wird vor allem über Blut und Blutprodukte übertragen, z.B. beim Analverkehr ohne Kondom (weil es dabei leicht zu kleinen Verletzungen kommen kann), bei gemeinsamem Gebrauch von Dildos oder Peitschen (durch Kontakt zwischen deinem Blut und dem deines Partners), beim Piercing oder Tätowieren und durch gemeinsame Benutzung von Rasierzeug oder Zahnbürsten. Das Risiko einer sexuellen Übertragung ist aber viel geringer als bei der Hepatitis B.

 

Wer ist besonders gefährdet?

 

  • intravenös Drogen gebrauchende Menschen
  • Menschen, die Unsafe Sex machen

 

Wie kann ich mich vor Hepatitis C schützen?

Gegen Hepatitis C gibt es keine Impfung. Da das Hepatitis-C-Virus hauptsächlich über das Blut übertragen wird, sind Safer Sex und Use (keine gemeinsame Benutzung von Spritzbesteck und Zubehör) die besten Mittel, um sich vor einer Ansteckung zu schützen.

Vorsicht: Ko-Infektionen!

Infiziert man sich zusätzlich zu einer Hepatitis C mit Hepatitis A, kann das in kurzer Zeit zum Tod führen, bei zusätzlicher Hepatitis B zu beschleunigtem Auftreten der Leberzirrhose. Bei HIV-Positiven scheint die chronische Hepatitis C rascher zu verlaufen und häufiger zum Leberversagen zu führen.

Woran kann ich erkennen, dass ich Hepatitis C habe?

Zwischen Ansteckung und Erkrankung (= akute Infektion) vergehen in der Regel zwei Wochen bis sechs Monate. In etwa neun von zehn Fällen wird die akute Infektion (mit grippeähnlichen Symptomen) gar nicht bemerkt. Bei 50–80 Prozent der Patient(inn)en wird die Hepatitis C chronisch (bei Verläufen mit Gelbsucht seltener), davon in 20–30 Prozent der Fälle chronisch aggressiv (mit Einschränkung der Leberfunktion, später oft mit Leberzirrhose und Risiko eines Leberkrebses).

Wie sieht es mit einer Behandlung aus?

Bei Hepatitis C kann – wie bei Hepatitis B – eine Behandlung mit Interferon und antiretroviralen (virushemmenden) Medikamenten versucht werden, doch führt dies (je nach Typ des Hepatitis-C-Virus und eingesetztem Medikament/verwendeter Kombination) nur in ca. 25–60 Prozent der Fälle zum Erfolg.